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Interviews

Hier findet ihr eine Sammlung von Interviews, die im Laufe der Karriere von Bud Spencer & Terence Hill mit ihnen geführt wurden.

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NEON-Interview

Bud gab dem Magazin NEON ein Interview.

Herr Pedersoli, eine Szene taucht in fast jedem Bud-Spencer- Film auf: Sie werden gleichzeitig von mindestens zwanzig Gegnern angesprungen, einen Augenblick lang sieht man sie unter all den Angreifern nicht mehr, man denkt: jetzt haben sie ihn – aber dann

Wooom! La Bomba! Ja, das ist die Bombe! Ich hau’ alle auf einmal weg! Das habe ich erfunden.



Kleineren Gegnern schlug Bud Spencer statt ins Gesicht immer mit der Faust auf den Kopf.

Die Kopfnuss! Auch meine Erfindung.



Für Ihre erste Kinorolle in »Gott vergibt – wir beide nie« haben Sie sich einen Künstlernamen zugelegt. Warum Bud Spencer?

»Bud« kommt von Budweiser Bier. Und »Spencer« vom Schauspieler Spencer Tracy, den ich damals sehr bewundert habe.



Außerdem haben Sie sich einen Bart wachsen lassen, damit Ihre Freunde Sie nicht erkennen. Mochten Sie Ihre Rolle als Haudrauf nicht?

Damals dachte ich noch: Für eine einzige Rolle als dicker Tollpatsch setze ich doch nicht meinen guten Namen aufs Spiel. Immerhin war ich schon 37 Jahre alt. Half aber nichts. Es haben mich trotzdem alle erkannt. Heute mag ich Bud, auch wenn wir wirklich nichts gemeinsam haben. Er ist nicht besonders schlau – aber ich bin mächtig stolz darauf, dass Kinder ihn so lieben.



Der Film wurde ein Kassenschlager. Bis heute haben Sie unzählige Filme gedreht, die meisten davon als Bud Spencer und viele an der Seite von Terence Hill – der auch Italiener ist und eigentlich Mario Girotti heißt. Haben Sie noch Kontakt?

Na klar. Er dreht gerade in Italien für die Fernsehserie »Don Matteo«. Wir haben erst vor zwei Tagen telefoniert.



Besonders abwechslungsreich waren Ihre Filme nicht. Sie und Terence Hill reiten durch die Prärie oder fahren durch eine Großstadt und verhauen alle anderen.

Das war ja der Schlüssel der ganzen Komik. Die Zuschauer wussten: »Gleich haut der Dicke zu!« Man hat mir auch ganz andere und viel bessere Drehbücher angeboten, aber das hätte alles nicht funktioniert. Wir haben genau die Rollen gespielt, die die Zuschauer sehen wollten. Den Frauen hat Terence Hill gefallen, mich fanden die Männer toll, weil ich zuschlagen konnte. Nur die Pferde, auf denen ich ritt, mochten mich nicht. Irgendwann wog ich bei Dreharbeiten zu einem Cowboy-Film 160 Kilo – mein Pferd warf sich immer verzweifelt auf den Rücken, sobald es mich kommen sah.



Sie sind Schauspieler – aber auch Komponist, Erfinder, Geschäftsmann, Doktor der Rechtswissenschaften. Sie waren Wasserball-Nationalspieler, haben als Schwimmer an zwei Olympischen Spielen teilgenommen. Es scheint, als hätten sie neben der fröhlichen Eintönigkeit in Ihren Filmen in der Wirklichkeit große Abwechslung gesucht.

Sogar ein Schimpanse könnte Schauspieler in einem Kinofilm werden: Jede Einstellung wird 25 Mal wiederholt. Die meisten Westernhelden sind halbe Analphabeten – macht nichts, es reicht ja auch, wenn sie 40 Wörter nuscheln können. Grauenhaft! Da ist es doch klar, dass ich mich privat mit anderen Sachen beschäftige. Sie haben übrigens vergessen, dass ich eine Ausbildung zum Jet- und Hubschrauberpiloten gemacht habe. Und ich war der erste Italiener, der 100 Meter Freistil in weniger als einer Minute geschwommen ist.



Auf dem Höhepunkt Ihrer Schwimmerkarriere haben Sie Ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärt und sind nach Südamerika ausgewandert. Was ist geschehen?

Ich bin damals um die Welt gereist, wohnte in den besten Hotels, die schönsten Frauen lagen mir zu Füßen. Aber Sportlerkarrieren sind gnadenlos: Es war klar, dass mich bald ein anderer schlagen würde. Und dann wär’s vorbei gewesen mit dem Champion- Status. Ich konnte einfach nicht in Rom bleiben, bei meinen Eltern und dem bequemen Leben. Ich musste herausfinden, wer ich wirklich war – ein mutiger Mann oder ein Feigling? Wer weiß das schon, wenn er nur schwimmt und nebenbei Jura studiert.



Sie haben über ein Jahr im Amazonas-Dschungel an der Panamericana-Autobahn gearbeitet. Was mussten Sie sich beweisen?

Ich habe herausgefunden, dass ich noch etwas anderes kann, als in einem sportlichen Wettkampf zu bestehen.



Haben Sie Ihr Luxusleben in Italien nicht vermisst?

Ich habe viel geweint. Ich wollte zurück, zu den Frauen, zu den bequemen Autos. Aber ich bin geblieben. Ich war Vorarbeiter für hundert Truckfahrer. Meinen Vorgänger hatten sie umgebracht – weil er Arbeiter entlassen hatte, die Material gestohlen hatten. Als bei mir auch die Diebstähle anfingen, habe ich keinen rausgeschmissen – ich habe mir Respekt verschafft.



Sie haben sie verprügelt?

Nun ja. Ich habe mir Respekt verschafft. Und ziemlich schnell hatte keiner mehr Lust, sich mit mir anzulegen. Meine Arbeiter haben mich »Doktor Tarzan« genannt. Und sie haben mich geliebt.



In Ihrem berühmtesten Film »Vier Fäuste für ein Halleluja« sagt ein Priester: »Der Gewalt fehlt es an Stärke, wenn der Verstand die Überhand gewinnt.« Sie verprügeln derweil aber sehr erfolgreich eine ganze Horde Angreifer. Was stimmt denn jetzt?

Der Satz des Priesters stimmt – für alle gebildeten Menschen. Wer gebildet ist, kämpft nicht. Aber die Welt ist ungebildet, also wird gekämpft. Die Tragödie ist das Geld. Menschen töten aus Geldgier. Oder aus religiösen Gründen. Eigentlich sind wir Menschen auch nur Tiere.



Keine optimistische Sicht auf die Dinge.

Nein, ich bin nicht optimistisch. Immer wieder Krieg. Nichts ändert sich. Es ist schrecklich.



Sie haben ja fast alle Berufe durch. Warum versuchen Sie es nicht noch als Politiker?

Politik ist etwas Scheußliches. Immerzu muss man Kompromisse schließen. Als junger Mann habe ich an den Kommunismus geglaubt – bis ich1952 mit meiner Schwimmmannschaft ins stalinistische Moskau geflogen bin. Ich dachte, mich würde das Paradies erwarten. Stattdessen fehlten gleich im Flugzeug die Fenster. Ich wurde von Soldaten bewacht, durfte nur ins Hotel und zur Schwimmhalle. Die haben mir verboten, mit den Menschen auf der Straße zu sprechen. Nach der Moskaureise war’s für mich vorbei mit dem Kommunismus. Ich respektiere alle Politiker, denen Menschen ihre Stimmen gegeben haben. Aber zumindest hier in Italien geht’s ihnen nur darum, ihre Posten zu behalten. Wir sind ein schrecklich uneiniges Volk. Ich wäre nicht stark genug, daran etwas zu ändern.



Nicht einmal Bud Spencer wäre stark genug?

Ach was. Ich bin alt. Ich klingle ja schon.



Sie klingeln?

Beim Sicherheitscheck am Flughafen. Künstliche Hüfte aus Metall. Seit einem halben Jahr.



Was macht Ihnen noch Spaß?

Meine Frau, meine drei Kinder, meine fünf Enkel. Und ich habe eben eine neue CD mit neapolitanischen Liedern aufgenommen. Selbst komponiert und selbst gesungen. Mein Lieblingsstück heißt »Fottitene« – »Pfeif drauf!« Eine Strophe daraus passt zu mir: »Wenn du in den Spiegel schaust und alt geworden bist, dann schneid ’ne Grimasse und lache – Pfeif drauf!« Gut, oder?



Ihre Stimme klingt wie die von Barry White.

Hohoo! Danke! In Italien ist auch ein neuer Film mit mir angelaufen: »Cantando dietro i paraventi« – der einzige wichtige Film, den ich je gemacht habe. Der Rest war Kommerz. Ich prügle mich nicht, sondern entführe den Zuschauer in eine Utopie: Frieden als einzige Möglichkeit. Allerdings habe nicht ich mir das ausgedacht. Es ist die Botschaft des Regisseurs, Ermanno Olmi.



Sie sind 74 Jahre alt und haben das Leben eines Abenteurers gelebt. Im Sport und im Film wurden Sie zu einem Helden. Fühlen Sie sich auch als Held?

Helden existieren nicht. Ich bewundere große Leistungen von Naturwissenschaftlern und für mich als Katholiken gibt es Heilige wie Mutter Theresa. Einen Helden kenne ich nicht. Erfolg zählt nichts. Man muss Werte in sich tragen. Bewundernswert finde ich nur die Frauen. Die Frau ist eigentlich viel stärker als jeder Mann. Und Kinder sind das Größte – weil sie keine Heuchler sind wie wir Erwachsenen. Wenn ich alte Bekannte treffe, sagen die: »Carlo, gut siehst du aus, du hast abgenommen, oder?« Aber wenn mich ein Kind auf der Straße sieht, ruft es: »Papa, schau mal wie alt der Bud Spencer ist!« Das ist die Wahrheit. Leider werden Kinder irgendwann erwachsen.


Interview: Michael Ebert und Dela Kienle



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