Django - sein Gesangbuch war der Colt

Alle Neuerscheinungen und Fragen zu DVDs oder Blu-Rays aus dem Eurowestern Genre, sowie technische Daten.

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Beitragvon Grinder » Donnerstag 18. Januar 2007, 16:49

Tja dennoch die beste deutsche Version. Habe die dvd vor 4 Jahren zu einem fairen preis bekommen. Die Qualität ist auch nicht schlechter als von diversen Billiganbietern, und wenigstens stimmt das Bildformat. Was bleibt ist halt der fade Bootlegbeigeschmack, aber das ist mir lieber als auf den Film zu verzichten.......
Käme es mal zu einer legalen Veröffentlichung würde ich mir den Film natürlich nochmals kaufen. :D
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Beitragvon Nanni Vitale » Donnerstag 18. Januar 2007, 23:42

Wie ist denn die Qualität von der italienischen? stimmt das Bildformat? Hab auch mal vor einiger Zeit bemerkt, dass die recht günstig zu haben ist, aber hab mich nicht getraut, sie zu kaufen.
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Beitragvon Karl » Freitag 19. Januar 2007, 13:31

Das Bildformat stimmt, das Bild ist aber nicht besonders. Die Farben sind kaum wahrnehmbar und von Schärfe kann man gar nicht sprechen.
Sie ist recht günstig, das spricht für sie. Ich persönlich finde die japanische besser, auch wenn diese nicht anamorph ist.

Ähnlich wie bei Mercenario: Die japanische ist nicht anamorph und sehr stark komprimiert, die italienische ist anamorph und hat eine wesentlich höhere Bitrate. Dennoch sieht die japanische viel besser aus.
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Beitragvon Pacifico » Sonntag 21. Januar 2007, 01:11

Stimmt, dass das Bild nicht der Hit ist. Trotzdem bin ich mit der italienischen Version (angesichts des fairen Preises) zufrieden. Sie hat einen verständlichen englischen Ton (der italienische ist besser) und Einiges an Bonusmaterial, u.a. ein Interview mit George Hilton (nicht untertitelt!), in dem er lieber erzählt, wie schön die Zusammenarbeit mit Carnimeo und Sergio Martino in anderen Filmen war als über Fulci zu reden, den er als "sehr schwierige Persönlichkeit" bezeichnet :wink:

Laufzeit ist übrigens 88:24 min. im Gegensatz zu kaum 80 min. der deutschen Fassung - wo hat Herr Bruckner, am Rande gefragt, die 102 min. in seinem Buch her? UA-Fassung?
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Beitragvon Stanton » Sonntag 21. Januar 2007, 15:09

Das Bootleg hat 93:13. Wenn das nicht eine NTSC Laufzeit ist, dann müßte die Fassung ja länger sein.

Wo die 102 Min herkommen das würde mich auch interessieren, bzw. wie gesichert solche Angaben sind.
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Beitragvon Karl » Sonntag 21. Januar 2007, 20:29

Der Film wurde damals in Italien mit einer Lauflänge von 2800 Metern angemeldet, das sind 102 Minuten Kinolaufzeit. Es gibt ein paar Szenen, wie die Friedhofsszene, von der es heute nur noch Fotos gibt, die aber wohl damals vor dem wide release entfernt wurden.
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Beitragvon loopy » Mittwoch 24. Januar 2007, 11:21

Hallo
in den letzten Tagen habe ich mir diesen und noch über 20 andere Django-Filme gekauft. In der Collector`s Box stand, es soll insgesamt 32 Django-Filme geben. Natürlich bin ich nun bestrebt,so gut wie alle auf DVD erhältlichen zu bekommen. Ich hab sicher eine paar Blindkäufe dabei und ob der gleiche Film unter verschiedene Namen verkauft wird, hab ich auch nicht weiter überprüft. Leider habe ich im Forum und beim Googeln keine Liste gefunden bei der alle exestierenden oder erhältlichen DVDs mit Django chronologisch aufgeführt sind. Vielleicht kann mir ja jemand hier helfen.
Danke Tom
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Beitragvon Ha(r)fenkonzert » Mittwoch 24. Januar 2007, 12:46

Auf der Webseite von Koch Media kann man sich eine Datei downloaden, wo aufgeführt ist, in welchen Eurowestern "Django" vorkam. Klick
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Beitragvon loopy » Mittwoch 24. Januar 2007, 12:58

OK!
Django
Django der Rächer
Djangos Rückkehr
Django und Sartana kommen
Andere beten Django schießt
Django tötet leise
Ein Fressen für Django
Django der Bastard
Auf die Knie Django
Django der Henker wartet schon
Django kennt kein Erbarmen
Leg ihn um Django
Django und die Bande der Gehenkten
Ein Halleluja für Django
Django sprich das Nachtgebet
Django Die Totengräber warten schon
Django Gott vergib seinen Colt
Django ich will ihn tot
Django unersättlich wie Satan
Django sein Gesangbuch ist der Colt
Mit Django kam der Tod
Django unbarmherzig wie die Sonne

Falls nicht 2 Titel der gleiche Film sind würden noch theoretisch 10 fehlen.
Leck Staub von meinem Colt ist, glaube ich, schon mal einer.
Aber vielleicht hat ja jemand sowas wie eine Fanseite mit Darsteller, Erscheinungsjahr usw Ich würde mich sehr freuen.
Grüße
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Beitragvon Onkel mit dem Speiseeis » Mittwoch 24. Januar 2007, 13:31

Also auf den ersten Blick, ist da keiner doppelt.
Django - Leck Staub von meinem Colt (aka Töte Django) fehlt zb noch, den gibts auch schon lange auf DVD
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Beitragvon Ha(r)fenkonzert » Mittwoch 24. Januar 2007, 14:13

Onkel mit dem Speiseeis hat geschrieben:Django - Leck Staub von meinem Colt (aka Töte Django) fehlt zb noch, den gibts auch schon lange auf DVD


... als schöne X-Rated Italowestern Hartbox. :dance:
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Beitragvon Stanton » Donnerstag 25. Januar 2007, 10:35

Was ist denn daran schön?

Geschmackloser Titel.

Häßliches Cover.
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Beitragvon Karl » Donnerstag 25. Januar 2007, 14:57

Stanton hat geschrieben:Was ist denn daran schön?

Geschmackloser Titel.

Häßliches Cover.


Miese Wandlung von NTSC

Schlecht angepasster Ton

Nur die Videosynchro

Fehlender Prolog der deutschen Fassung
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Beitragvon Pacifico » Samstag 27. Januar 2007, 22:32

Bei großzügiger Auslegung kann man sogar auf 59 Djangos kommen - mit denen, die nur im Ausland liefen und denen, wo Django mehr im Titel als im Film vorkam. Siehe UNA BARA PER DJANGO für die Titel.

So etwas wie eine komplette Sammlung kann es sowieso nicht geben, Django ist ja kein Serienotto wie MacGyver und Captain Kirk. Deswegen ruhig ein paar davon links liegenlassen (oder nicht lang betrauern, falls es einen noch nicht auf DVD gibt) :wink: und stattdessen ein paar Corbuccis und Sollimas zulegen, empfehle ich.
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Beitragvon Chuck » Samstag 27. Januar 2007, 23:45

Django ist ja kein Serienmotto


Wird aber schon teilweise so aufgemacht vom Vertrieb.

"Ein Hochgenuss für alle Django-Fans"
"Der härteste Django blabla"
Ich kenn' mich mit dem Gesetz gut aus, wenn man bedenkt, dass ich ein Leben damit verbracht habe, es zu missachten.

Für sprachliche Ästhetik in Wort und Schrift!
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Beitragvon andeh » Sonntag 28. Januar 2007, 00:40

Chuck hat geschrieben:
Django ist ja kein Serienmotto


Wird aber schon teilweise so aufgemacht vom Vertrieb.

"Ein Hochgenuss für alle Django-Fans"
"Der härteste Django blabla"


Wobei es eher selten zutrifft, weil es sich meisten nicht um eine Django-Figur handelt.
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Beitragvon Stanton » Sonntag 28. Januar 2007, 12:15

Es ist ziemlich offensichtlich das die meisten Djangos kaum mehr mit dem Corbucci Film zu tun haben als die meisten anderen Italo Western auch.
Schon bei den "Original Djangos" (also den italienischen) wird der Name recht willkürlich gebraucht. Viele sehen F. Nero nicht mal entfernt ähnlich.

Kürzlich lief Django spara per primo im ZDF, der 1ste Nachfolger, der knapp ein halbes Jahr nach der Django Uraufführung in den Kinos war. Aber der Protagonist heißt Glenn Garvin und nur ab und zu mal wird erwähnt das er auch Django genannt wird. Da der Hauptdarsteller auch äußerlich wenig Ähnlichkeit mit Django hat darf man wohl annehmen das dem Film das Django Etikett aus rein kommerziellen Gründen erst in der Nachproduktion, nämlich bei der Synchronisierung verpasst wurde.
(Ich nehme an das bei Ringo kommt zurück genauso verfahren wurde)

In Töte Django taucht beispielsweise das Wort Django im ganzen Film nicht ein einziges Mal auf.

Desweiteren gibt es etliche Nicht Djangos die dem Corbucci Film und dem Nero Look viel näher stehen, wie z.B. Heute ich, Morgen du der locker als Django durchgegangen wäre.

Auch die halbwegs offizielle Fortsetzung D. und d. Bande d. Gehenkten, der ja ursprünlich auch mit Nero besetzt werden sollte, kann von der erzählten Geschichte her kaum eine Fortsetzung sein, taugt aber auch nicht als Prequel wenn man die spärlichen Daten über Djangos Vorgeschichte dazu in Bezug setzen will.

Also ist Django einfach nur ein Name fürs Marketing einer Reihe unterschiedlicher Filme die wenig miteinander zu tun haben. Eine Unterscheidung in Synchron Djangos und Original Djangos ist somit eigentlich überflüssig. In beiden Fällen sagt das Etikett Django wenig über den Stil, den Inhalt oder gar die Qualität der Filme aus.

Da viele Djangos ziemlich schlecht sind, wäre es sogar eher ein Grund bei der Auswahl sehr vorsichtig zu sein.
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Beitragvon Slim Naughton » Montag 29. Januar 2007, 12:02

nach corbuccis ur-django wurde "django" schnell zu einer art prädikat, leider ohne qualitätsprüfung. eine marke, die für die marketingabteilungen nicht nur in deutschland eine willkommene möglichkeit schuf, produktionen in die spur zu heben, die mit dem ur-django selbst nichts zu tun hatten. das hatte, wenn ich mich nicht irre, nur "il ritorno di django", die einzige echte fortsetzung, die ja leider recht mau geraten ist. sämtliche anderen django-filme - inklusive des angesprochenen baldi-films - greifen im besten fall motive aus der originalen geschichte auf oder bedienen sich am look des corbucci-werks.
das trifft natürlich auch auf "ringo", oder mit abstrichen auf "sartana", "sabata" und "rocco" zu. wobei sartana und sabata ebenfalls echte fortsetzungen hervorbrachten.
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Beitragvon Mailman » Montag 29. Januar 2007, 14:29

Was war in den Sechzigern überhaupt ein sensationeller Erfolg ? Ich wundere mich nämlich immer wieder über die vielen Django-Titel, da Corbuccis Ur-"Django" nicht mal eine "Goldene Leinwand" (für mindestens 3 Mio. Zuschauer) erhielt. Daher verstehe ich nicht wieso man sich an dessen "sensationellen" Erfolg anhängen wollte.
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Beitragvon Slim Naughton » Montag 29. Januar 2007, 15:06

nun ja, es geht hier wie du siehst nicht um erfolge in blockbuster-größenordnung. in den 60ern zogen die italos nach frühen anfängen in den bahnhofskinos zunehmend studenten und sonstige intellektuelle, mit anderen worten das typische programmkinopublikum an. ich stell's mir so vor, dass man die italowestern als eine art türöffner nutzte, um die leute gegen die tv-konkurrenz wieder ins kino zu bringen. das funktionierte sogar anfangs. da aber nur wenige italos gehobenen ansprüchen standhalten, wenn wir ehrlich sind :wink: , lockte man die menschen eben mit dem django-trick, um die büffelkuh zu melken, solange es eben geht. ende der 60er war's dann auch schon aus, und der italowestern verabschiedete sich allmählich in die aufkommenden videotheken. aber imo darf man seinen einfluss auf die "rettung" des europäischen kinos und die impulse fürs weitere filmemachen nicht unterschätzen.
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