Die Rache des weißen Indianers

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Die Rache des weißen Indianers

Beitragvon San Antonio » Freitag 26. April 2013, 21:39

Hallo zusammen =)!

Hat jemand von Euch die DVD dieses Keoma- Quasisequels, und könnte mir raten oder abraten, ob es sich lohnt, die Scheibe zu kaufen?
Habe eine Seite gefunden, da gibt es die "relativ" Uncutversion mit 115 Minuten, und da ich auf Keoma ungeheuer angeschärft bin, würde ich mir "Die Rache des weißen Indianers" auch gerne mal ansehen :)!

Besten Gruß,
Andreas
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Re: Die Rache des weißen Indianers

Beitragvon Bollwerk » Sonntag 28. April 2013, 16:14

Zur DVD kann ich dir nichts sagen, nur erwarte vom Film nicht zuviel. Er ist in allen belangen deutlich schlechter als Keoma.
1. Nero ist viel zu alt, was bei Rückblenden zu unglaublichen Logikfehlern (zumindest vom Aussehen) sorgt.
2. Die Musik ist nu reine Art Abklatsch des Soundtracks, obwohl nicht schlecht.
3. Die Handlungsstränge wurden teilweise regelrecht kopiert (z.B. Kreuzigung), nur viel billiger/schlechter inszeniert.
4. Die anderen Schauspieler können Nero allesamt nicht im geringsten das Wasser reichen, die Synchro ist hingegen erstaunlich gut.

Ist doch wie überall, es bleibt nicht bei einem Teil eines genialen Films, die Idee wird immer weiter verhunzt... (Genau wie mit "Mercenario" -> "Lasst uns töten, Companeros" -> "Zwei wilde Companeros")

Achso, ich hab ne VHS Version, die zu 100% der Russen-DVD entspricht.
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Re: Die Rache des weißen Indianers

Beitragvon San Antonio » Sonntag 28. April 2013, 21:28

Aha, danke für die Infos soweit.
Entschuldige die vielleicht doofe Frage, aber was ist denn an der Russen- DVD besonderes? Möchte den Film zwar schon länger mal haben, aber so wirklich beschäftigt mit allen Details habe ich mich noch nicht.
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Re: Die Rache des weißen Indianers

Beitragvon Bollwerk » Montag 29. April 2013, 09:23

An der russ. ist nix besonders, denke aber, die hat das selbe Bildmaster wie die deutsche.

Da ich die dt. DVD nicht kenne, kann ich dir nicht 100%ig sagen, ob die geschnitten ist, die russische soll aber uncut sein. Die läuft 1:55 Std. Die deutsche ebenfalls. Scheint also auch wirklich uncut zu sein.
Bildqualität der russischen ist relativ ordentlich, aber weit weg von irgendeiner Referenz.
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Re: Die Rache des weißen Indianers

Beitragvon fuerchtegott krause » Montag 29. April 2013, 12:11

Den Kritikpunkten zum weißen Jäger kann ich mich anschliessen. Was mir noch auf die Nudel geht: bei Keoma waren die "Ethno-Elemente", sprich: die Indianer-Mystik, noch interessant und punktuell gut gesetzt, das passt auch hervorragend mit dem Soundtrack. Beim weißen Indianer ist's schon fast übertrieben käsig, und das trotz der Beteiligung von realen Stammes-Genossen.

Bollwerk hat geschrieben:Ist doch wie überall, es bleibt nicht bei einem Teil eines genialen Films, die Idee wird immer weiter verhunzt... (Genau wie mit "Mercenario" -> "Lasst uns töten, Companeros" -> "Zwei wilde Companeros")


Verhunzt? Seh ich jetzt nicht so, der Vergleich hinkt. Wenn ich z.B. die deine Kritikpunkte beim Keoma/weißen Indianer bei Mercenario/Companeros anlege, trifft da keiner.

1. Nero ist viel zu alt, was bei Rückblenden zu unglaublichen Logikfehlern (zumindest vom Aussehen) sorgt.
Bei Companeros ist kein Altersunterschied zu erkennen. Ist aber auch bei gerade mal 2 Jahren Altersunterschied auch nicht verwunderlich, kann man zum Vergleich auch nicht übertragen.

2. Die Musik ist nu reine Art Abklatsch des Soundtracks, obwohl nicht schlecht.
Die Mercenario/Companeros-O.S.T.s gehören für mich beide zu Morricones Topwerken. Leichter Vorteil Mercenario wg. dem grandiosen Duell-Score.

3. Die Handlungsstränge wurden teilweise regelrecht kopiert (z.B. Kreuzigung), nur viel billiger/schlechter inszeniert.
Ersteres trifft auch bei Mercenario/Companeros zu, von schlechter oder gar billiger kann keine Rede sein.

4. Die anderen Schauspieler können Nero allesamt nicht im geringsten das Wasser reichen, die Synchro ist hingegen erstaunlich gut.
Milian und wieder Palance konnten im Remake sehr wohl Nero das Wasser reichen, und gegenüber Musante kackt Milian auch nicht ab.

Corbucci hat denselben Stoff mehr oder minder nochmals unter eher komödiantischen Aspekten nachgedreht, die Streifen haben auch eine recht unterschiedliche Wirkung. Da der ernsthaftere Mercenario etwas mehr Tiefe und grantigen Zynismus mitbringt, würde ich ihn auch höher bewerten. Das macht Companeros aber alles andere als zu einem drögen Abklatsch. Die Qualitätsdifferenz zwischen Keoma/weißer Indianer ist IMO bei weitem höher als bei Mercenario/Companeros. Und in Anbetracht, was Corbucci nach Companeros lieferte, ist der dagegen noch ziemlich top.
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Re: Die Rache des weißen Indianers

Beitragvon Bollwerk » Mittwoch 18. September 2013, 16:30

Hab damals gar nicht gesehen, dass du darauf noch geantwortet hast. Du hast natürlich recht, dass beim zweiten Corbucci Teil die Verschlechterung sich noch in Grenzen hielt, diese kam dann erst mit dem dritten Teil (mit Eli Wallach), welcher dann mit mieseren Schauplätzen (man kann die befahrene Autobahn im Hintergrund sehen) und schlechten Nebendarstellern garniert wurde. Dort fehlte einfach einer wie Palance als Gegenpol zu den beiden starken Persönlichkeiten, die die Companeros verkörpern.
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Re: Die Rache des weißen Indianers

Beitragvon Laß die Pfanne da » Freitag 17. Oktober 2014, 22:52

Also ich finde den Neuzeit-Western sehr gut. Hat auch eine gute Filmmusik. Aber die Geschmäcker sind ja verschieden.....Habe übrigens ein Autogramm mit persönlicher Widmung von Enzo Girolami Castellari.
Du siehst ja aus, ...das gibt's ja gar nicht!
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