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Beitragvon fuerchtegott krause » Donnerstag 7. Februar 2008, 17:19

sunset_rider hat geschrieben:Gerade auf WDR gehört:
http://www.rtl.de/news/rtl_aktuell_arti ... 7339&pos=1
(Andere Quelle fand ich noch nicht!)

Es scheint so, als sei es so, dass meine Mutmaßung über hiesiges Behördengebahren beim Thema Bußgelder doch der Realität entspricht. Wofür ich schon aufgeschrieben wurde, würde kein normaler Kontrolluer auch nur einen Blick verschwenden (~1cm nicht behindernd außerhalb von Parkmakierung usw).


foto machen, widerspruch einlegen. kann sein, dass dann die chose fallengelassen wird. machen nur viel zu wenige und blechen trotzdem. man muss sich ja auch nicht alles gefallen lassen, und widerspruch kann man immer mal probiern, bringt einem ja keine nachteile.
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Beitragvon sunset_rider » Donnerstag 7. Februar 2008, 17:38

Das werde ich in Zukunft auch machen. Hatte damals leider keine Digicam dabei und da es regnete wie blöd, hakte ich dei Sache dann auch ab. Habe mich bei der zusätndigen Stelle auch beschwert, da beißt man natürlicha ber auf Granit. Mir gegenüber wurde behauptet jeder Flal würde mich Bildnachweis verbucht. Außer bei Abschleppen habe ich sowas noch NIE gesehen.
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Beitragvon fuerchtegott krause » Donnerstag 7. Februar 2008, 17:41

sunset_rider hat geschrieben:Das werde ich in Zukunft auch machen. Hatte damals leider keine Digicam dabei und da es regnete wie blöd, hakte ich dei Sache dann auch ab. Habe mich bei der zusätndigen Stelle auch beschwert, da beißt man natürlicha ber auf Granit. Mir gegenüber wurde behauptet jeder Flal würde mich Bildnachweis verbucht. Außer bei Abschleppen habe ich sowas noch NIE gesehen.


is ja super. dann sollen sie die bildnachweise auch zeigen. :wink:
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Beitragvon Der Zweischläfrige » Freitag 8. Februar 2008, 13:00

DuneBuggy hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass das so in Deutschland funktionieren wuerde! Oder?


Ich hoffe (und bin da auch sehr guter Dinge) dass das hier nie ausprobiert wird. Ich möchte grundsätzlich keine Waffe in den Händen der zahlreichen Vollidioten wissen, die hier rumrennen - jeweils in der Hoffnung, dass sie nicht benutzt wird, weil das Opfer womöglich zurückschießen könnte...

Wenn man die zitierten Artikel beispielsweise mit den (natürlich alles andere als objektiven) Berichterstattungen von Michael Moore vergleicht sieht es schon wieder anders aus...

Meine (völlig ungestützte) Meinung zu diesem Kennesaw/Marietta-Vergleich ist: Wenn der vorgeschriebene Waffenbesitz tatsächlich was mit der Kriminalitätsrate zu tun hat und keine anderen Faktoren was damit zu tun haben, (Ich habe im Studium aus Versehen mal die Formulierung ceteris paribus aufgeschnappt - das passt hier wohl ganz gut...) dann vermute ich einfach mal eine Verschiebung bestimmter Verbrechensraten wie Einbruch und/oder Raub. Soll heißen: Wenn diese bekloppte Waffenbesitzverordnung landesweit eingeführt würde würde sich die ganze Geschichte wieder einpendeln.

Unabhängig davon sollte man in jedem Fall an die nicht unerhebliche Anzahl von "Unfällen" denken. (Todesfälle durch Kinder, Unvorsichtigkeit, Alkohol oder schlicht und einfach Deppen) Die tauchen bestimmt nicht in der "Verbrechensquote" auf.

Auperdem hätte ich - vorsichtig ausgedrückt - etwas Bauchschmerzen dabei, wenn man - Kennesaw in allen Ehren - keine oder kaum eine rechtliche Handhabe mehr hätte, irgendwelchen Gangmitgliedern o.ä. in den einschlägigen Stadtteilen der Großstädte ihre großkalibrigen Waffen abzunehmen, weil die möglicherweise (noch) nicht vorbestraft sind... :|

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Beitragvon DuneBuggy » Freitag 8. Februar 2008, 16:42

Hallo Zweischläfriger,

alles hat seine Vor- und Nachteile. Hier in Kennesaw hat der Rueckgang der Kriminalitaet nachweisbar etwas mit dem Waffengesetz zu tun. Sicherlich haben die Amerikaner seit Jahrhunderten eine gewisse Uebung im Umgang mit Waffen und die Verantwortung, die sich daraus ergibt.

Ich persoenlich stehe Waffen auch zweigeteilt gegenueber. Ich glaube, dass ist die deutsche Mentalitaet! Doch muss man doch auch klar sagen, dass fuer Deutschland gilt: Die Kriminellen bekommen ihre Waffen, nur das Opfer hat keine! Hier ist das relativiert. Sowohl der Kriminelle als auch das Opfer kann sich legal mit Waffen versorgen. Es entsteht also ein gewisses Gleichgewicht.

Hier ist ein interessanter Artikel, der beweist, dass die Kriminalitaetsrate in Kennesaw nachweisbar nach der Einfuehrung des Waffengesetzes zurueck ging und bis heute anhaelt. Kennesaw hat heute eine Kriminalitaetsrate, die immer noch niedriger ist, als vor der Einfuehrung des Gesetzes 1982.

http://www.worldnetdaily.com/news/artic ... E_ID=55288


Fuer Deutschland koennte solch ein lockeres Waffengesetz ganz bestimmt in die Hose gehen.
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Beitragvon Der Zweischläfrige » Freitag 8. Februar 2008, 18:32

Mag ja alles sein. Habe ja auch gesagt, dass ich meine Meinung schlecht belegen kann. Zum Thema "Chancengleichheit":

Meiner Meinung nach würde es zumindest in Deutschland dazu führen, dass der "Normalbürger" weiterhin unbewaffnet durch die Gegend liefe und die Kaputten sich alle legal bewaffnen würden.
Ich denke, dass man tatsächlich nicht darüber diskutieren muss, ob das ein Modell für Deutschland/Europa sein könnte.

Zu Verbrechensrückgang in Kennesaw habe ich meine Meinung ja schon geschrieben: Vereinfacht:
Der Durchschnittskriminelle denkt nicht: "Huch - die sind hier ja alle bewaffnet - da lasse ich den Raubmord mal lieber bleiben, sondern:
"Huch - die sind hier ja alle bewaffnet - da leg ich eben einen reichen Rentner in der nächsten Stadt um." - was sich erledigt hätte, wenn überall die gleichen Bedingungen herrschen würden. Vermutlich würde die Mordrate wieder steigen. Ist aber - wie gesagt - nur eine Vermutung.

Nebenbei: Deine o.g. Quelle finde ich interessant - aber insgesamt (im Hinblick auf den weiteren Inhalten und die Links) auch ein bisschen fragwürdig. :lol:
Zuletzt geändert von Der Zweischläfrige am Freitag 8. Februar 2008, 18:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon fuerchtegott krause » Freitag 8. Februar 2008, 18:34

Sicherlich haben die Amerikaner seit Jahrhunderten eine gewisse Uebung im Umgang mit Waffen und die Verantwortung, die sich daraus ergibt.


http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/877/143556/

ist ne Liste der spektäkulärsten Schul- und Uni-Amok-Läufe der letzten Jahrzehnte (also nicht vollständig). Auffällig ist, das ca. 80% davon in Nordamerika stattfanden, wo man seine Knarren gegen Vorlage eines Führerscheins erwerben kann. Die Täter der Columbine und an der Virginia Tech waren auch recht gut "gut geübt", was man vom BodyCount her schliessen könnte.
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Beitragvon Der Zweischläfrige » Freitag 8. Februar 2008, 18:43

Die Argumentation dazu ist ja:
Wenn die anderen Schüler auch bewaffnet gewesen wären hätten sie die Spinner gleich zu Beginn wegpusten können.

Eine Sichtweise, der ich mich als "zivilisierter"(?) Europäer nur schwer anschließen kann. Ich hätte auch als Lehrer einfach permanent ein ungutes Gefühl: Ich wüsste nie, ob die kleine süße Maus, der ich gerade eine schlechte mündliche Leistung bescheinigt habe in ihrer Schultasche nach einem Sandwich wühlt, oder nach der Desert Eagle Mk XIX vom letzten Geburtstag...
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Beitragvon DuneBuggy » Freitag 8. Februar 2008, 19:00

Der Zweischläfrige hat geschrieben:Die Argumentation dazu ist ja:
Wenn die anderen Schüler auch bewaffnet gewesen wären hätten sie die Spinner gleich zu Beginn wegpusten können.

Eine Sichtweise, der ich mich als "zivilisierter"(?) Europäer nur schwer anschließen kann. Ich hätte auch als Lehrer einfach permanent ein ungutes Gefühl: Ich wüsste nie, ob die kleine süße Maus, der ich gerade eine schlechte mündliche Leistung bescheinigt habe in ihrer Schultasche nach einem Sandwich wühlt, oder nach der Desert Eagle Mk XIX vom letzten Geburtstag...



Ich denke deine Aussage auf Deutschland bezogen ist voellig richtig. Es wuerde ein Blutbad nach dem anderen geben. Jeder, der eine Waffe bei sich haette, wuerde sie bei der ersten "Probe" auch benutzen.

Das ist es, was ich meinte, dass die Amerikaner eine gewisse Uebung und Verantwortung ueber die Jahrhunderte hinweg entwickelt haben.
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Beitragvon DuneBuggy » Freitag 8. Februar 2008, 19:05

fuerchtegott krause hat geschrieben:
Sicherlich haben die Amerikaner seit Jahrhunderten eine gewisse Uebung im Umgang mit Waffen und die Verantwortung, die sich daraus ergibt.


http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/877/143556/

ist ne Liste der spektäkulärsten Schul- und Uni-Amok-Läufe der letzten Jahrzehnte (also nicht vollständig). Auffällig ist, das ca. 80% davon in Nordamerika stattfanden, wo man seine Knarren gegen Vorlage eines Führerscheins erwerben kann. Die Täter der Columbine und an der Virginia Tech waren auch recht gut "gut geübt", was man vom BodyCount her schliessen könnte.



Ich bin mir nicht ganz sicher, aber du bekommst ueberall in den USA eine Waffe, wenn du deinen Fuehrerschein vorlegst. Da auf diesem deine Adresse vermerkt ist, gilt er als Ausweis. In manchen US-Staaten, wie Georgia, brauchst du zusaetzlich eine aktuelle Rechnung, die deine Adresse bestaetigt.

Wenn du aber bedenkst, dass der ueberwiegende Teil der Amerikaner eine Waffe hat, passieren doch relativ wenig Amok-Laeufe. Und das drueckt doch auch den verantwortungsvollen Umgang mit der Waffe aus.

Die Amok-Laeufe an deutschen Schulen werden auch immer oefter, zumal die Waffenbeschaffung in Deutschland doch erheblich schwieriger sein sollte als hier.
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Beitragvon fuerchtegott krause » Freitag 8. Februar 2008, 20:05

wenig? ok, alles is relativ...
die welt ist nicht nur gut, ok, aber dann auch noch dem bösen vorschub leisten... muss das sein?
was ich nicht verstehe... auf Zahnstocherpackungen steht drauf, dass ich mir mit zahnstochern nicht ins Auge stechen darf... alkohol muss ich in eine Papiertüte packen, damit ich keinen anstoss erwecke. je nach gewerkschaft darf ich nicht mit kurzen hosen zur arbeit. da scheint ziemlich viel im alltag reguliert zu sein, aber bei den waffen bleiben die amerikaner erz-liberal und trauen ihren bürgern den verantwortungsvollen umgang damit zu. aber nicht den ordentlichen umgang mit einem zahnstocher... also schräg find ich das schon. hat wohl mit dem rechtssystem zu tun. warum klagt aber dann keiner gegen waffenfirmen, wenn z.B. mit ner Heckler&Koch grade der Ehemann/Ehefrau etc. umgenietet wurde?... vielleicht gäbs dann nen Warnhinweis auf der Wumme: "Waffen können bei unsachgemäßer Bedienung unter Umständen tödlich sein"
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Beitragvon DuneBuggy » Freitag 8. Februar 2008, 20:16

fuerchtegott krause hat geschrieben:wenig? ok, alles is relativ...
die welt ist nicht nur gut, ok, aber dann auch noch dem bösen vorschub leisten... muss das sein?
was ich nicht verstehe... auf Zahnstocherpackungen steht drauf, dass ich mir mit zahnstochern nicht ins Auge stechen darf... alkohol muss ich in eine Papiertüte packen, damit ich keinen anstoss erwecke. je nach gewerkschaft darf ich nicht mit kurzen hosen zur arbeit. da scheint ziemlich viel im alltag reguliert zu sein, aber bei den waffen bleiben die amerikaner erz-liberal und trauen ihren bürgern den verantwortungsvollen umgang damit zu. aber nicht den ordentlichen umgang mit einem zahnstocher... also schräg find ich das schon. hat wohl mit dem rechtssystem zu tun. warum klagt aber dann keiner gegen waffenfirmen, wenn z.B. mit ner Heckler&Koch grade der Ehemann/Ehefrau etc. umgenietet wurde?... vielleicht gäbs dann nen Warnhinweis auf der Wumme: "Waffen können bei unsachgemäßer Bedienung unter Umständen tödlich sein"



Nun, wie ich schon mal frueher schrieb, passieren in manchen Teilen Deutschlands, mehr Gewalttaten mit der Waffe (Revolver, Pistole) als in USA. Zum Beispiel hat Berlin, Frankfurt und ich glaube auch Hamburg gibt es eine hoehere Gewaltrate mit Waffen, als z. B. in New York!

Das ist mein Hauptargument! Wenn hier Waffen "erlaubt" sind, in Deutschland aber nicht. Wie kommt es zu mehr solcher Gewalttaten in Deutschland?

Oder andersherum: Wenn hier in USA Waffen erlaubt sind, warum passiert hier verhaeltnismaessig wenig damit?

Ist es nicht doch eine gewisse Verantwortung, die die Amerikaner haben, weil sie die Waffe (meist) nur im Ernstfall zur Selbstverteidigung einsetzen? Ich denke ja.
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Beitragvon fuerchtegott krause » Freitag 8. Februar 2008, 20:22

hmmm, also diese vergleichsstatistiken würd ich gern mal sehen. sorry, nicht dass ich dir nicht glauben würde, aber mal schaun, was man da noch so alles rauslesen könnte.
wenn ich das von guiliani klinisch gereinigte manhattan mit berlin-lichtenberg vergleiche, dann könnts hinkommen. immer new york anzuführen, ist aber vielleicht auch etwas schwach. schliesslich gibts noch Los Angeles, Chicago... Vergleiche mit diesen Großstädten würd ich da auch gerne sehen.

die strassenpolizisten in england sind traditionell unbewaffnet, aber es kommt kaum zu polizistenmorden im UK... haben die irgendwas falsch gemacht? wie geht das, ohne grosse wumme zur abschreckung?
Zuletzt geändert von fuerchtegott krause am Freitag 8. Februar 2008, 20:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon King Louie » Freitag 8. Februar 2008, 20:43

In irgenteinem amerikanischen Statt darf man, solbald man sich vom Nachbarn bedroht fühlt auf ihn schießen. Ich glaube sogar wenn einer dein Grundstück betritt...
Und irgentein Ex-Bulle hat mal davon gebrauch gemacht, hat einem Familien Vater mit seiner Wumme umgepustet und dann, als der Verletzte am Boden lag nochmal nachgeschossen. Sein Hauptargument war gewesen er fühlte sich von seinem Nachbarn bedroht... Der Nachbar stand auf der anderen Seite des Zaunes
In einem Fall hat ein Polizist einen Nackten über sein Auto springen sehen, ist ausgestiegen und hat ihn weggeschoßen. Hauptargument, er konnte nicht erkennen ob dieser bewaffnet war. Wo kann ein Nackter bitte schön einer Pistole aufbewahren ausser in der Hand?
und die Amerikaner können Pflichtbewußt mit Waffen umgehen?
Okay nicht alle Amerikaner handeln so aber man muss auch mal darübernachdenken das mindestens 50 % der Erdbevölkerung (wenn nicht noch mehr) Idoten sind und da sind die Amerikaner nicht anders als die Deutschen oder andere Länder...
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Beitragvon DuneBuggy » Freitag 8. Februar 2008, 21:01

fuerchtegott krause hat geschrieben:....die strassenpolizisten in england sind traditionell unbewaffnet, aber es kommt kaum zu polizistenmorden im UK... haben die irgendwas falsch gemacht? wie geht das, ohne grosse wumme zur abschreckung?



Die Gewaltaten in den Staaten sind bekanntermassen brutaler als in England. Daher womoeglich der weniger vorhandene Polizistenmord dort.
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Beitragvon DuneBuggy » Freitag 8. Februar 2008, 21:17

King Louie hat geschrieben:In irgenteinem amerikanischen Statt darf man, solbald man sich vom Nachbarn bedroht fühlt auf ihn schießen. Ich glaube sogar wenn einer dein Grundstück betritt...
Und irgentein Ex-Bulle hat mal davon gebrauch gemacht, hat einem Familien Vater mit seiner Wumme umgepustet und dann, als der Verletzte am Boden lag nochmal nachgeschossen. Sein Hauptargument war gewesen er fühlte sich von seinem Nachbarn bedroht... Der Nachbar stand auf der anderen Seite des Zaunes
In einem Fall hat ein Polizist einen Nackten über sein Auto springen sehen, ist ausgestiegen und hat ihn weggeschoßen. Hauptargument, er konnte nicht erkennen ob dieser bewaffnet war. Wo kann ein Nackter bitte schön einer Pistole aufbewahren ausser in der Hand?
und die Amerikaner können Pflichtbewußt mit Waffen umgehen?
Okay nicht alle Amerikaner handeln so aber man muss auch mal darübernachdenken das mindestens 50 % der Erdbevölkerung (wenn nicht noch mehr) Idoten sind und da sind die Amerikaner nicht anders als die Deutschen oder andere Länder...



Okay! Ich kenne den Fall nicht, den du anfuehrst, somit kann ich ihn nicht kommentieren! Aber ich will dir andere Beispiele geben!

1. Es gibt rund 50 US-Staaten mit wahrscheinlich 50 verschiedene Waffengesetze. Die einzelnen Counties und Staedte regeln es noch einmal selbst und somit vielleicht noch mal voellig anders.

In Texas ist es erlaubt eine Waffe offen auf der Strasse zu tragen. Betritt ein Fremder dein Grundstueck darf bei Warnung von der Schusswaffe gebrauch gemacht werden.

In Kennesaw (Georgia) darf/sollte jeder Familienvorstand mindestens eine Waffe besitzen. Es darf aber nicht auf Eindringlinge geschossen werden, sondern nur wenn man angegriffen wird!

Das sind nur zwei Beispiele von Vielen. Nun in beiden US-Staaten sind Waffen (zum Teil) erlaubt und doch gibt es hier weniger Gewalttaten mit Waffen als in z. B. Los Angeles und anderen Grosstaedten, wo Waffen verboten sind.

Ist das kein verantwortliches Umgehen mit Waffen? Relativ gesehen muesste es doch in US-Staaten, in denen Waffen erlaubt sind, mehr Gewalttaten geben als dort, wo Waffen verboten sind! Aber das Gegenteil ist doch der Fall.


2. Wenn man sich nur bedroht fuehlt darf man in keinem US-Staat schiessen! Natuerlich nicht.

Wenn aber jemand des Nachts in eine Notsituation kommt, von der er glaubt, das sein Angreifer bewaffnet sei, darf er natuerlich schiessen, auch ohne Warnung. Warum auch nicht? Jeder, der jemanden angreift oder berauben will, begeht eine Straftat. Vor dieser Straftat muss ich mich schuetzen. Notfalls mit erlaubter Waffengewalt.

Wie ist das in Deutschland? Ein Angreifer will dich ausrauben und hat eine Waffe! Also, dein Geld ist weg, deine Papiere sind weg, als Frau wirst du noch vergewaltigt und letztendlich wirst du auch in Deutschland erschossen, erdolcht oder was auch immer. Ist das eine Alternative?

Ich denke, wenn ich mich und meine Familie mit einer Waffe legal und verantwortungsbewusst in einer Notsituation verteidige und der Eindringling oder der Angreifer dabei auf der Strecke bleibt, hat er Pech gehabt.
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Beitragvon King Louie » Samstag 9. Februar 2008, 00:43

Ich wollte damit nur sagen das die Amerikaner nicht alle Plichtbewusst mit einer Waffe umgehen...
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Beitragvon teste » Samstag 9. Februar 2008, 01:12

DuneBuggy hat geschrieben:
Wie ist das in Deutschland? Ein Angreifer will dich ausrauben und hat eine Waffe! Also, dein Geld ist weg, deine Papiere sind weg, als Frau wirst du noch vergewaltigt und letztendlich wirst du auch in Deutschland erschossen, erdolcht oder was auch immer. Ist das eine Alternative?

Ich denke, wenn ich mich und meine Familie mit einer Waffe legal und verantwortungsbewusst in einer Notsituation verteidige und der Eindringling oder der Angreifer dabei auf der Strecke bleibt, hat er Pech gehabt.


genau ,so sehe ich das auch, aber leider vedrängen viele die amerikanische waffengesetze ins schlechte was überhaupt nicht der fall ist.
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Beitragvon FANAdeLdF » Samstag 9. Februar 2008, 23:57

Ich denke, wenn ich mich und meine Familie mit einer Waffe legal und verantwortungsbewusst in einer Notsituation verteidige und der Eindringling oder der Angreifer dabei auf der Strecke bleibt, hat er Pech gehabt.


Schön, aber dafür brauch ich noch immer keine Knarre. Bratpfanne tut’s im Notfall auch. 8)
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Beitragvon fuerchtegott krause » Sonntag 10. Februar 2008, 11:03

teste hat geschrieben:genau ,so sehe ich das auch, aber leider vedrängen viele die amerikanische waffengesetze ins schlechte was überhaupt nicht der fall ist.


aha.

ich hab mal ein bissle rumgestöbert und nachgeschaut, warum new york zu einer der sichersten großstädte geworden ist.

"Und sein Polizeichef William Bratton - der nach einem Streit mit Giuliani heute die Polizei in Los Angeles leitet - vertrat die Theorie der "Broken Windows": Ein einziges zerbrochenes Fenster könne dafür sorgen, dass noch mehr Verwahrlosung entstehe. Deshalb müsse der Staat frühzeitig eingreifen... Giuliani hat auch die Polizisten dazu gebracht, tatsächlich die Straßen zu patrouillieren, statt in der geheizten Amtsstube Donuts zu verzehren. Diese Politik hat sein Nachfolger Michael Bloomberg fortgesetzt, dessen Polizeichef übrigens wieder Raymond Kelly ist. Kelly verfeinerte die Polizeistatistik und legte sein Augenmerk besonders auf entlassene Strafgefangene, die mehr als drei Vorstrafen haben. Dazu kommt eine strenge Gesetzgebung gegen Waffen in Privathand, Metalldetektoren an Schulen, sodass Schüler keine Waffen mitbringen können."


(quelle: zeit.de)

Das ist IMO der richtige Weg, auch wenns nach der "Kennesaw-Theorie" völlig kontrproduktiv wäre.
Ausschöpfen der Möglichkeiten schon bestehender Gesetze; strukturierte Polizeiarbeit statt Verwaltungswirrwarr bei den Behörden; Konzentration auf Mehrfachtäter; öffentliche, aber unaufdringliche Präsenz. Da muss man nicht gleich ganz New York unter Waffen setzen, um Ruhe zu schaffen.

andererseits... hat man auch einige Probleme einfach ausgelagert. und in anderen großstädten der USA (zufälligerweise in staaten mit liberaler Waffengesetzgebung...) steigt die Kriminalitätsrate.
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